Sparriger Runzelpeter (Rhytidiadelphus squarrosus)

Rhytidiadelphus squarrosus wächst in Parks oder auf Waldlichtungen

Name

Sparriger Runzelpeter (Rhytidiadelphus squarrosus)

Familie

Hylocomiaceae

Merkmale

Das Sparrige Runzelpeter (Rhytidiadelphus squarrosus) vermehrt sich überwiegend vegetativ: Abgebrochene Stängelteile können unter geeigneten Bedingungen weiterwachsen und neue Pflanzen bilden. Die Art ist zweihäusig und bildet nur selten Sporophyten, sodass die vegetative Vermehrung eine wichtige Rolle für ihre Ausbreitung spielt. Rhytidiadelphus squarrosus ist ein weit verbreitetes Laubmoos feuchter bis frischer Wiesen und Rasen und bildet dort oft dichte, gelblich-grüne Rasen, die durch ihre sparrig abstehenden Blätter leicht erkennbar sind.

Standort und Verbreitung

Rhytidiadelphus squarrosus besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen: Wiesen, Rasenflächen in Parks und Gärten, Waldlichtungen sowie Wegränder. Die Art bevorzugt mäßig feuchte bis frische, nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Standorte und verträgt auch Trittbelastung gut. Sie ist in ganz Europa weit verbreitet, kommt aber auch in Teilen Nordamerikas und Asiens vor. In Deutschland zählt sie zu den häufigsten Wiesenmoosen. Die Erscheinungszeit erstreckt sich ganzjährig, besonders üppige Bestände sind von Frühjahr bis Herbst zu beobachten. Die im Text beschriebenen Exemplare wurden im Oktober in den Bückebergen (Niedersachsen) gefunden.

Besonderheiten

Der Sparrige Runzelpeter gilt als Zeigerpflanze für regelmäßig gemähte oder beweidete Grünlandflächen und ist ein häufiger Begleiter in Rasenmischungen. In Gärten wird er manchmal als unerwünschtes Moos im Rasen wahrgenommen. Verwechslungen sind möglich mit anderen großwüchsigen Wiesenmoosen, etwa dem Großen Runzelpeter oder dem Geradblättrigen Runzelpeter, die sich durch weniger stark abstehende Blätter unterscheiden. Eine Gefährdung besteht nicht; die Art gilt als ungefährdet und ist in ihren Beständen stabil.