Kamm-Spaltzahnmoos (Fissidens dubius)

Fissidens dubius findet man bevorzugt auf kalkhaltigen Felsen

Name

Kamm-Spaltzahnmoos (Fissidens dubius)

Familie

Fissidentaceae

Merkmale

Das Kamm-Spaltzahnmoos ist ein kleines bis mittelgroßes Laubmoos mit charakteristisch zweizeilig angeordneten Blättern, die eine auffällige Scheidentasche bilden – ein typisches Merkmal der Gattung Fissidens. Die Blätter sind länglich-lanzettlich und besitzen einen deutlichen Mittelnerv. Die Pflanze wächst in dichten, flachen Rasen und zeigt eine grüne bis gelblich-grüne Färbung. Sporophyten mit aufrechten, rötlichen Sporenkapseln werden regelmäßig gebildet.

Standort und Verbreitung

Das Kamm-Spaltzahnmoos besiedelt bevorzugt kalkhaltige Felsen und feuchte Mauern, seltener wächst es auf Erde. Es bevorzugt schattige bis halbschattige, feuchte Standorte in Wäldern, Schluchten und an Bachufern. In den deutschen Mittelgebirgen ist die Art verbreitet und nicht selten anzutreffen. Im norddeutschen Flachland, etwa in Niedersachsen, tritt sie deutlich seltener auf. Die Art ist in weiten Teilen Europas sowie in gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel verbreitet. Als immergrünes Moos ist es ganzjährig zu beobachten, Sporenreife erfolgt meist im Frühjahr bis Frühsommer.

Besonderheiten

Das Kamm-Spaltzahnmoos ist in Deutschland insgesamt ungefährdet. In Niedersachsen und Bremen wird die Art derzeit ebenfalls als ungefährdet eingestuft. Verwechslungen sind mit anderen Arten der artenreichen Gattung Fissidens möglich, insbesondere mit Fissidens adianthoides, die häufig etwas größer wird und feuchtere, basenreiche Standorte bevorzugt. Die sichere Unterscheidung kann insbesondere bei kritischen Exemplaren eine mikroskopische Untersuchung erfordern. Der Gattungsname Fissidens bedeutet „gespaltener Zahn“ und bezieht sich auf die am Rand der Sporenkapsel sitzenden Peristomzähne, die an ihrer Spitze gespalten sind.