Zypressen-Schlafmoos (Hypnum cupressiforme)

Hypnum cupressiforme wächst auf Totholz, Gestein oder auf der Erde

Name

Zypressen-Schlafmoos (Hypnum cupressiforme)

Familie

Hypnaceae

Merkmale

Das Zypressen-Schlafmoos bildet dichte, flache bis kissenartige Rasen, die je nach Standort gelblich-grün bis dunkelgrün oder bräunlich gefärbt sein können. Die Blätter sind sichelförmig einseitswendig gebogen, was der Art ein charakteristisches, gekämmtes Aussehen verleiht. Der Name bezieht sich auf die Ähnlichkeit der beblätterten Äste mit Zypressenzweigen. Die Stängel sind kriechend bis aufsteigend und unregelmäßig bis gefiedert verzweigt. Die Sporophyten mit ihren zylindrischen, leicht gekrümmten Kapseln erscheinen vorwiegend im Herbst und Winter.

Standort und Verbreitung

Hypnum cupressiforme ist ausgesprochen anpassungsfähig und besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen: Totholz, Baumrinden, Gestein, Mauern sowie Erde und Humus. In Wäldern kann die Art flächige Großbestände ausbilden. Sie verträgt sowohl saure als auch mäßig basenreiche Substrate und kommt von der Ebene bis in subalpine Lagen vor. Die Verbreitung ist nahezu weltweit, in Europa zählt das Zypressen-Schlafmoos zu den häufigsten Moosarten überhaupt. Erscheinungszeit: ganzjährig, Sporenreife vorwiegend Herbst bis Frühjahr.

Besonderheiten

In früheren Zeiten wurde das weiche, dichte Moos praktisch als Polstermaterial genutzt und diente zur Füllung von Kissen und Matratzen. Der Gattungsname Hypnum leitet sich vom griechischen Wort für Schlaf ab und spielt vermutlich auf eben diese Verwendung als Bettfüllung an. Das Zypressen-Schlafmoos gilt als nicht gefährdet und ist eine der am weitesten verbreiteten Moosarten der Welt. Es existieren zahlreiche Varietäten und Formen, was die Bestimmung im Einzelfall erschweren kann. Ähnliche Arten aus der Gattung der Schlafmoose können leicht verwechselt werden und sind oft nur durch mikroskopische Merkmale sicher zu unterscheiden.