Welliges Katharinenmoos (Atrichum undulatum)
Name
Welliges Katharinenmoos (Atrichum undulatum)
Familie
Polytrichaceae
Merkmale
Das Wellige Katharinenmoos bildet dichte, leuchtend grüne Rasen. Die aufrechten Stämmchen erreichen typischerweise eine Höhe von zwei bis acht Zentimetern. Charakteristisch sind die lanzettlichen, wellig-quergefalteten Blätter, die dem Moos seinen deutschen Namen verleihen. Die Blattränder sind gezähnt, und auf der Blattoberfläche befinden sich mehrere längs verlaufende Lamellen. Die Sporophyten tragen zylindrische, leicht gebogene Kapseln auf langen, rötlichen Seten.
Standort und Verbreitung
Atrichum undulatum wächst bevorzugt in feuchten Laubwäldern auf kalkarmen, humusreichen oder lehmigen Böden. Als ausgesprochenes Pioniermoos besiedelt es rasch neu entstandene offene Bodenstellen, weshalb es häufig an Wegböschungen, Erdanrissen, Waldwegen und Grabenkanten anzutreffen ist. Die Art ist in ganz Europa weit verbreitet und kommt auch in Teilen Asiens sowie Nordamerikas vor. In Deutschland zählt sie zu den häufigsten Waldmoosen. Die Sporenreife findet überwiegend im Winterhalbjahr statt, die Kapseln sind meist von Oktober bis März zu beobachten.
Besonderheiten
Das Wellige Katharinenmoos gilt als Zeigerpflanze für frische bis feuchte, nährstoffarme und säurereiche Böden und wird daher in der Vegetationskunde als Indikator für bestimmte Waldgesellschaften genutzt. Es ist nicht gefährdet und in seinem Verbreitungsgebiet häufig anzutreffen. Verwechslungen sind mit anderen Katharinenmoos-Arten möglich, etwa dem Kleinen Katharinenmoos, das jedoch deutlich schmaler gebaut ist und weniger ausgeprägte Blattwellen zeigt. Eine wirtschaftliche Nutzung oder Giftigkeit ist nicht bekannt.