Polytrichum piliferum: Seta und Glashaare
An den bis zu 3 cm langen Stielen, in der Fachsprache Seta genannt, bildet Polytrichum piliferum seine charakteristischen Sporenkapseln aus. Auf diesem Bild sind außerdem die namensgebenden Glashaare gut zu erkennen: Diese hyalinen, farblosen Haarspitzen an den Blattenden sind kein Zierrat, sondern erfüllen eine wichtige Funktion – sie ermöglichen dem Moos eine zusätzliche Wasseraufnahme über Kondensationswasser. Das macht Polytrichum piliferum besonders konkurrenzfähig auf trockenen, sandigen und nährstoffarmen Standorten, wo es oft als Pionierpflanze auftritt.