Endivienartiges Beckenmoos (Pellia endiviifolia)

Pellia endiviifolia wächst auf kalkhaltigen Böden

Name

Endivienartiges Beckenmoos (Pellia endiviifolia)

Familie

Pelliaceae

Merkmale

Das Endivienartige Beckenmoos ist ein flach wachsendes Lebermoos mit breitem, bandförmigem Thallus, der an Endiviensalat-Blätter erinnert – daher der treffende deutsche Name. Die Oberfläche ist glänzend grün bis dunkelgrün, oft mit einer leicht gewellten oder gelappten Struktur. Ein charakteristisches Erkennungsmerkmal sind die gegabelten Äste in der Brutastform, die das Beckenmoos von ähnlichen Arten unterscheidet. Der Thallus ist fleischig und relativ breit, mit einer deutlichen Mittelrippe.

Standort und Verbreitung

Pellia endiviifolia bevorzugt kalkhaltige, feuchte Böden und ist auf eine hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen. Typische Standorte sind Bachufer, feuchte Wegränder, Quellfluren, Kalkfelsen und schattige Hänge in der Nähe von Gewässern. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet, darunter auch in Deutschland, wo sie etwa im Deister-Süntel-Gebiet regelmäßig anzutreffen ist. Bevorzugt werden halbschattige bis schattige Lagen. Die Sporophyten reifen meist im Frühjahr, zwischen März und Mai, wobei die grünen Thalluspolster das ganze Jahr über zu beobachten sind.

Besonderheiten

Das Endivienartige Beckenmoos ist auch unter dem Namen Kelch-Beckenmoos bekannt. Es kann mit anderen Beckenmoosen der Gattung Pellia verwechselt werden, etwa mit dem Gewöhnlichen Beckenmoos oder dem Breitblättrigen Beckenmoos. Das entscheidende Unterscheidungsmerkmal sind die gegabelten Äste der Brutastform sowie die Vorliebe für kalkhaltige Substrate. Pellia endiviifolia gilt in Deutschland als nicht gefährdet und ist in geeigneten Lebensräumen häufig anzutreffen. Als Lebermoos besitzt die Art keine Blätter im eigentlichen Sinne, sondern einen ungegliederter Thallus.