Gemeines Beckenmoos (Pellia epiphylla)

Pellia epiphylla wächst an feuchten und schattigen Bachrändern

Name

Gemeines Beckenmoos (Pellia epiphylla)

Familie

Pelliaceae

Merkmale

Das Gemeine Beckenmoos ist ein Lebermoos mit breiten, dunkelgrünen, glänzenden Thalli, die flach auf dem Substrat aufliegen und eine leicht gewellte oder gebuchtete Oberfläche zeigen. Die Ränder des Thallus sind unregelmäßig gelappt. Eine Mittelrippe ist vorhanden, jedoch wenig ausgeprägt. Die Sporophyten erscheinen im Frühjahr und bestehen aus einer kugeligen, schwarzen Kapsel auf einem zarten, weißlichen Stiel. Die Kapseln öffnen sich durch vier Klappen und entlassen die Sporen. Das Moos bildet ausgedehnte, dichte Polster oder Matten.

Standort und Verbreitung

Das Gemeine Beckenmoos wächst bevorzugt an feuchten und schattigen Bachrändern, in wassergefüllten Fahrspuren sowie in Lebensräumen mit dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit. Gelegentlich besiedelt es auch Felsen oder Mauern. Die Art gilt als ausgesprochener Pionierbesiedelr und kann schnell große Flächen einnehmen. Pellia epiphylla ist in weiten Teilen Europas, Nordamerikas und Asiens verbreitet und in Mitteleuropa häufig anzutreffen. Die Sporenreife liegt typischerweise zwischen März und Mai.

Besonderheiten

Das Gemeine Beckenmoos ist eine der häufigsten und bekanntesten Lebermoosarten Mitteleuropas und gilt als Zeigerart für dauerhaft feuchte, nährstoffarme Standorte. Es wird in der Ökologie als Indikator für hohe Bodenfeuchte genutzt. Verwechslungen sind möglich mit anderen Beckenmoosarten wie dem Vielrippigen Beckenmoos, das sich durch eine deutlichere Mittelrippe unterscheidet. Pellia epiphylla ist nicht giftig und hat keine bekannte Verwendung in der Volksmedizin oder Küche. Die Art ist derzeit nicht gefährdet und profitiert von naturnahen, feuchten Waldrändern und Bachläufen.