Narthecium ossifragum – Knochenbrüche beim Weidevieh

Kalkarme Böden begünstigen die Wahrscheinlichkeit von Knochenbrüchen beim Weidevieh – und genau dort wächst Narthecium ossifragum mit Vorliebe. Kein Wunder also, dass die Pflanze über Jahrhunderte für dieses Phänomen verantwortlich gemacht wurde. Auf diese Weise kam sie zu ihrem treffenden deutschen Namen Beinbrech. Tatsächlich ist der kalkarme, nährstoffarme Boden selbst die eigentliche Ursache: Den Tieren fehlt schlicht Calcium. Die Pflanze ist also eher ein Zeiger für ungünstige Bodenverhältnisse als deren Verursacher – ein klassisches Beispiel für eine voreilige Schuldzuweisung in der Naturkunde.

Kalkarmer Boden begünstigt scheinbar die Wahrscheinlichkeit von Knochenbrüchen