Gerandeter Rindenkugelpilz (Biscogniauxia marginata)
Name
Gerandeter Rindenkugelpilz (Biscogniauxia marginata)
Familie
Xylariaceae
Merkmale
Biscogniauxia marginata bildet flache bis kissenartige, krustenartige Stromata, die eng dem Substrat aufliegen. Die Oberfläche ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt und zeigt eine charakteristische, deutlich gerandete Struktur, die der Art ihren deutschen Namen verleiht. Die eingesenkten Perithecien sind kugelförmig und erzeugen dunkle, ellipsoide Sporen. Im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium zerfallen die Fruchtkörper zunehmend, sodass oft nur noch Reste der Stromata erhalten bleiben.
Standort und Verbreitung
Die Art besiedelt ausschließlich abgestorbenes Laubholz, bevorzugt Buche, Eiche und andere Laubbaumarten. Sie tritt als Saprobiont auf Totholz in Wäldern, an Waldrändern und in Parkanlagen auf. Geografisch ist Biscogniauxia marginata in weiten Teilen Europas sowie in Nordamerika und Teilen Asiens verbreitet. Die Fruchtkörper sind ganzjährig zu finden, da die Stromata ausdauernd sind und über mehrere Monate oder sogar Jahre am Substrat verbleiben können.
Besonderheiten
Der Gerandete Rindenkugelpilz gilt als ungiftig, hat jedoch keine kulinarische Bedeutung. Als Holzzersetzer spielt er eine wichtige ökologische Rolle beim Abbau von Totholz und trägt so zum Nährstoffkreislauf im Wald bei. Verwechslungen sind mit anderen dunklen Rindenpilzen der Familie Xylariaceae möglich, etwa mit ähnlichen Kohlenbeeren-Arten, die ebenfalls auf Laubholz vorkommen. Eine genaue Bestimmung erfordert oft mikroskopische Untersuchungen der Sporen und Perithecien. Die Art gilt in Mitteleuropa als nicht gefährdet.