Gelatinöser Kugelpustelpilz (Hypocrea gelatinosa)

Den Grünen Kissenpustelpilz findet man an Laubbaum-Totholz

Name

Gelatinöser Kugelpustelpilz (Hypocrea gelatinosa)

Familie

Hypocreaceae

Merkmale

Der Gelatinöse Kugelpustelpilz bildet kleine, kissenartige bis polsterförmige Stromata mit einer wachsartigen bis gallertartigen, weichen Konsistenz. Junge Exemplare sind blass gelblich bis orange gefärbt und können mit zunehmender Reife dunkler werden. Die Oberfläche wirkt warzig bis körnig, da die Mündungen der eingesenkten Perithecien als kleine Pusteln hervortreten. Die Stromata sind nur wenige Millimeter groß und erreichen typischerweise einen Durchmesser von etwa 3 bis 6 Millimetern.

Standort und Verbreitung

Die Art besiedelt Laub- und Mischwälder und wächst bevorzugt an totem Laubholz, etwa an morschen Stämmen, Ästen und Stubben verschiedener Laubbaumarten. Der Pilz ist in weiten Teilen Europas verbreitet und gilt als typischer Saprobiont, der am Abbau von Totholz beteiligt ist. Die Erscheinungszeit erstreckt sich vorwiegend von Spätsommer bis in den Herbst, bei milden Witterungsbedingungen sind Fruchtkörper gelegentlich auch im Frühjahr anzutreffen.

Besonderheiten

Der Gelatinöse Kugelpustelpilz gilt als nicht essbar, da die gallertartigen Fruchtkörper keinen kulinarischen Wert besitzen. Als Saprobiont übernimmt er eine wichtige ökologische Funktion beim Abbau von Totholz und trägt so zum Nährstoffkreislauf im Wald bei. Eine mögliche Verwechslung besteht mit dem Gelbgrünen Kugelpustelpilz, der sich durch eine stärker gelblich-grüne Färbung und eine weniger ausgeprägt gallertartige Konsistenz unterscheidet. Beide Arten gehören zur Gattung Hypocrea, die heute teilweise in die Gattung Trichoderma einbezogen wird, da molekulare Untersuchungen enge Verwandtschaftsbeziehungen belegen.