Waldfreund-Rübling (Gymnopus dryophilus)

Waldfreund-Rübling Lebensraum und Speisewert

Name

Waldfreund-Rübling (Gymnopus dryophilus)

Familie

Marasmiaceae

Merkmale

Der Waldfreund-Rübling besitzt einen glatten, meist ockerbraunen bis rotbraunen Hut, der im Alter verblasst und einen Durchmesser von etwa 2 bis 6 cm erreicht. Die Hutoberfläche ist feucht glänzend, trocken matt. Die Lamellen sind weiß bis cremefarbig, dicht stehend und am Stiel angewachsen beziehungsweise ausgebuchtet angewachsen. Der Stiel ist schlank, zäh und elastisch, oft etwas heller als der Hut gefärbt, und wird etwa 3 bis 8 cm lang. Das Fleisch ist dünn, weißlich und geruchlos bis schwach mehlartig.

Standort und Verbreitung

Der Waldfreund-Rübling wächst in Laub- und Nadelwäldern, häufig in der Streu aus Laub oder Nadeln, oft büschelig oder in Gruppen. Er bevorzugt humose, feuchte Waldböden und ist in ganz Europa sowie in Teilen Nordamerikas und Asiens weit verbreitet. In Deutschland gehört er zu den häufigsten Waldpilzen überhaupt. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von Mai bis Oktober.

Besonderheiten

Der Waldfreund-Rübling wird traditionell als essbar geführt, ist in der Küche jedoch wenig geschätzt: Das Fleisch ist dünn, der Geschmack mild und der Ertrag gering. Zudem können bei manchen Personen nach dem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden auftreten, weshalb die Art nicht als empfehlenswerter Speisepilz gilt. Besondere Vorsicht ist bei der Bestimmung geboten, da er leicht mit anderen Rüblingen und ähnlichen braunen Blätterpilzen verwechselt werden kann. Eine sorgfältige Prüfung aller Merkmale ist daher vor dem Verzehr unbedingt empfehlenswert.