Kegeliger Saftling (Hygrocybe conica)

Den Kegeligen Saftling findet man auf Halbtrockenrasen und an Wegrändern

Name

Kegeliger Saftling (Hygrocybe conica)

Familie

Hygrophoraceae

Merkmale

Der Kegelige Saftling trägt einen auffällig kegelförmigen bis spitz gebuckelten Hut, der sich auch im Alter kaum ausbreitet. Die Färbung variiert von leuchtend orange-rot über gelb bis olivgrün. Charakteristisch ist die Eigenschaft, bei Berührung oder im Alter tiefschwarz zu verfärben – dieses Schwärzen gilt als wichtigstes Erkennungsmerkmal. Die Lamellen sind weißlich bis gelblich und ebenfalls schwärzend. Der Stiel ist zylindrisch, längsstreifig und hohl, in der Farbe dem Hut ähnlich. Das Fleisch ist wässrig und geruchlos.

Standort und Verbreitung

Der Kegelige Saftling wächst bevorzugt auf nährstoffarmen, ungedüngten Standorten wie Halbtrockenrasen, extensiv genutzten Wiesen, in Parks sowie an Wegrändern. Er gilt als charakteristische Art artenreicher Magerrasen und ist ein wichtiger Zeigerorganismus für ökologisch wertvolle Grünlandflächen. Die Art ist in ganz Europa verbreitet, in intensiv bewirtschafteten Regionen jedoch rückläufig. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von August bis Oktober.

Besonderheiten

Der Kegelige Saftling gilt als ungenießbar und wird von manchen Quellen als schwach giftig eingestuft, weshalb ein Verzehr grundsätzlich nicht empfohlen wird. Das markante Schwärzen des Fruchtkörpers unterscheidet ihn zuverlässig von ähnlichen Saftlingsarten. Innerhalb der Art werden von einigen Autoren verschiedene Variationen beschrieben, die Abgrenzung ist jedoch schwierig und wird nicht einheitlich gehandhabt. Als Zeigerart für ungedüngte, artenreiche Grünlandbiotope hat der Kegelige Saftling naturschutzfachliche Bedeutung. In vielen Regionen Mitteleuropas steht er auf der Roten Liste gefährdeter Arten, da geeignete Lebensräume durch Intensivierung der Landwirtschaft zunehmend verloren gehen.