Hohe Schlüsselblume (Primula elatior)

Primula elatior ist ein Frühblüher (Blütezeit März bis Mai) der in Misch- oder Buchenwäldern vorkommt

Name

Hohe Schlüsselblume (Primula elatior)

Familie

Primelgewächse (Primulaceae)

Merkmale

Die Hohe Schlüsselblume ist eine ausdauernde Staude mit einer grundständigen Blattrosette aus runzeligen, eiförmigen Blättern, die unterseits weich behaart sind. Der aufrechte Blütenschaft erreicht Höhen von 15 bis 30 Zentimetern und trägt eine einseitig überhängende Dolde mit mehreren blassgelben Blüten. Die Kronblätter sind flach ausgebreitet und zeigen im Schlund einen charakteristischen, schwefelgelben Fleck ohne den orangefarbenen Ring, der bei der Wiesen-Schlüsselblume typisch ist. Die Blüten verströmen einen angenehmen, leichten Duft.

Standort und Verbreitung

Primula elatior wächst bevorzugt in Misch- und Buchenwäldern sowie in feuchten Auwäldern und an schattigen Bachufern. Die Art bevorzugt nährstoff- und basenreiche, frische bis feuchte Böden. Sie ist in weiten Teilen Mittel- und Westeuropas verbreitet, in Deutschland vor allem in Mittelgebirgslagen und im Alpenvorland anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Mai, womit die Hohe Schlüsselblume zu den typischen Frühblühern des Waldes zählt.

Besonderheiten

In der Naturheilkunde werden Wurzeln und Blüten der Hohen Schlüsselblume traditionell bei Erkältungen und Erkrankungen der Atemwege eingesetzt, da sie schleimlösende Saponine enthalten. Die Hohe Schlüsselblume ist in Deutschland besonders geschützt; wildwachsende Pflanzen dürfen daher nicht ohne Weiteres entnommen werden. In der aktuellen Roten Liste Deutschlands gilt die Art als ungefährdet. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der Wiesen-Schlüsselblume, die jedoch trockenere, offene Standorte wie Wiesen und Wegränder bevorzugt und intensiver duftende, goldgelbe Blüten mit orangem Schlundfleck besitzt. Die Hohe Schlüsselblume ist zudem eine wichtige Nektarquelle für früh fliegende Insekten wie Hummeln und Schmetterlinge.