Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum)

Die Schwarze Königskerze ist eine zweijährige Heilpflanze

Name

Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum)

Familie

Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)

Merkmale

Die Schwarze Königskerze ist eine zweijährige, krautige Pflanze, die im ersten Jahr eine bodennahe Blattrosette ausbildet und im zweiten Jahr einen aufrechten, kantigen Blütenstängel treibt, der Wuchshöhen von 50 bis 120 Zentimetern erreichen kann. Die Grundblätter sind herzförmig bis länglich, dunkelgrün und auf der Unterseite graufilzig behaart. Die gelben Einzelblüten sind charakteristisch durch ihre auffällig violett behaarten Staubfäden, was der Art ihren deutschen Namen Schwarze Königskerze verleiht. Die Blüten sitzen in dichten, ährenartigen Trauben am Stängel.

Standort und Verbreitung

Die Schwarze Königskerze wächst bevorzugt an Wald- und Wegrändern, Böschungen, Schuttplätzen und trockenen Ruderalstandorten. Sie bevorzugt nährstoffreiche, oft kalkhaltige und gut durchlässige Böden in sonniger bis halbschattiger Lage. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Westasiens verbreitet und in Deutschland weit verbreitet, wenn auch nicht überall häufig. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September, wobei die Blüten der langen Ähren nacheinander von unten nach oben aufblühen.

Besonderheiten

In der Naturheilkunde wird die Schwarze Königskerze traditionell bei Husten, Erkältung und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Besonders die Blüten und Blätter enthalten Schleimstoffe, Saponine und Flavonoide, die entzündungshemmende und schleimhautberuhigende Wirkungen entfalten. Als Verwechslungsart kommt vor allem die Großblütige Königskerze in Betracht, die jedoch ungefärbte, weiße Staubfadenhaare besitzt. Die Schwarze Königskerze gilt in Deutschland als ungefährdet und steht auf keiner Roten Liste.