Huflattich (Tussilago farfara)
Name
Huflattich (Tussilago farfara)
Familie
Korbblütler (Asteraceae)
Merkmale
Der Huflattich ist eine ausdauernde Staude, die im Frühjahr zunächst nur ihre leuchtend gelben Blütenköpfe zeigt – die Blätter erscheinen erst nach der Blüte. Die Blütenköpfe sitzen auf schuppigen, rötlich-grünen Stängeln und ähneln kleinen Löwenzahnblüten. Die Grundblätter sind herzförmig bis rundlich, an der Unterseite weißlich-filzig behaart und erinnern in ihrer Form an einen Hufabdruck – daher der deutsche Name. Die Blattunterseite fühlt sich weich und samtig an.
Standort und Verbreitung
Tussilago farfara wächst bevorzugt an Wegrändern, in Steinbrüchen, auf Rohböden sowie in Sand- und Kiesgruben. Die Art besiedelt häufig frische bis wechselfeuchte, nährstoffreiche oder nährstoffarme und oft gestörte Böden. Sie ist in ganz Europa sowie in weiten Teilen Asiens und Nordafrikas verbreitet und gilt als Pionierpflanze, die offene, vegetationsarme Standorte rasch besiedelt. Die Blütezeit reicht von Februar bis April, womit der Huflattich zu den frühesten Blühern des Jahres zählt. Die Verbreitung erfolgt sowohl über die kleinen, mit einem Haarkranz versehenen Früchte durch den Wind als auch vegetativ über unterirdische Ausläufer.
Besonderheiten
In der Naturheilkunde hat Tussilago farfara eine lange Tradition, besonders bei Erkrankungen der Atemwege wie Husten, Bronchitis und Heiserkeit wurden Blätter und Blüten eingesetzt. Der Gattungsname Tussilago leitet sich vom lateinischen tussis für Husten ab. Zu beachten ist jedoch, dass die Pflanze Pyrrolizidinalkaloide enthält, die leberschädigend wirken können. Die Verwendung von Huflattich als Heilpflanze ist deshalb heute nur unter Berücksichtigung entsprechender Sicherheitsvorgaben vertretbar; eine eigenständige Anwendung von wild gesammeltem Huflattich ist nicht zu empfehlen. Verwechslungen sind vor allem im blattlosen Blühzustand möglich, etwa mit dem Gewöhnlichen Löwenzahn, der jedoch gleichzeitig Blätter und Blüten trägt. Als Pionierpflanze spielt der Huflattich eine wichtige ökologische Rolle und bietet früh im Jahr Bienen und Hummeln eine wertvolle Nektarquelle.