Gefleckter Aronstab (Arum maculatum)
Name
Gefleckter Aronstab (Arum maculatum)
Familie
Aronstabgewächse (Araceae)
Merkmale
Der Gefleckte Aronstab ist eine ausdauernde Staude, die im Frühjahr aus unterirdischen Wurzelknollen austreibt. Die Blätter sind charakteristisch pfeilförmig, glänzend dunkelgrün und können gelegentlich braune oder schwarzviolette Flecken auf der Blattspreite aufweisen – dieses namensgebende Merkmal tritt jedoch nicht bei allen Exemplaren auf. Der Blütenstand besteht aus einer grünlich-gelblichen Blütenscheide (Spatha), die einen keulenartig verdickten, meist violett-braunen Kolben (Spadix) umhüllt. Im Herbst reifen die Früchte zu auffälligen, leuchtend roten Beerenständen heran, die auch nach dem Absterben der Blätter sichtbar bleiben.
Standort und Verbreitung
Der Gefleckte Aronstab bevorzugt nährstoffreiche, feuchte bis frische Böden in Laub- und Mischwäldern, häufig in Auwäldern, Hangwäldern und schattigen Gebüschen. Er gedeiht besonders gut in humusreichen, lehmigen Böden mit guter Wasserversorgung. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet, von den Britischen Inseln über Mitteleuropa bis in den Mittelmeerraum. In Deutschland kommt er zerstreut bis verbreitet vor, fehlt aber in manchen Regionen Norddeutschlands. Die Blätter erscheinen ab März, die Blütezeit liegt zwischen April und Mai. Die roten Beerenfrüchte sind von August bis Oktober zu sehen.
Besonderheiten
Der Gefleckte Aronstab ist stark giftig – alle Pflanzenteile, insbesondere die Beeren und die Wurzelknolle, enthalten Calciumoxalat-Kristalle sowie Saponine und Alkaloide, die bei Berührung oder Verzehr zu Schleimhautreizungen, Brennen im Mund und Magen-Darm-Beschwerden führen können. Besonders für Kinder sind die attraktiven roten Beeren gefährlich. Trotz seiner Giftigkeit wurde die Pflanze historisch in der Volksmedizin genutzt. Der Kolben erzeugt während der Blüte Wärme und lockt so Insekten zur Bestäubung an. Verwechslungen sind möglich mit dem Italienischen Aronstab, der größere Blätter und einen ungefleckten Kolben aufweist.