Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris)
Name
Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris)
Familie
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Merkmale
Die Gemeine Akelei ist eine ausdauernde Staude, die Wuchshöhen von 30 bis 80 cm erreicht. Die Blätter sind doppelt dreiteilig gefiedert und blaugrün gefärbt. Die auffälligen Blüten erscheinen in Violett, Blau, Rosa oder Weiß und besitzen fünf charakteristische, nach hinten gebogene Spornen, die der Blüte ihr unverwechselbares Aussehen verleihen. Die Früchte sind aufrechte Balgfrüchte, die zahlreiche glänzend schwarze Samen enthalten.
Standort und Verbreitung
Die Art bevorzugt durchlässige, kalkhaltige Böden in lichten Wäldern, an Waldrändern und auf Trockenrasen. Sie gedeiht sowohl in der Ebene als auch in montanen Lagen und ist in weiten Teilen Europas verbreitet, von den Britischen Inseln bis nach Mittel- und Südeuropa. In Deutschland kommt sie zerstreut vor, häufig auch in alten Steinbrüchen wie dem Fundort in Salzhemmendorf. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni. Bestäubt wird die Akelei überwiegend durch Hautflügler, insbesondere Hummeln, die die nektarreichen Spornen aufsuchen. Die Samen werden aus den sich öffnenden Balgfrüchten durch einen Schleudermechanismus herausgeschleudert.
Besonderheiten
Alle Pflanzenteile der Gemeinen Akelei sind giftig und enthalten unter anderem cyanogene Glykoside sowie Alkaloide, weshalb die Pflanze nicht verzehrt werden sollte. Trotz ihrer Giftigkeit wurde die Pflanze früher in der Volksmedizin verwendet. Als Gartenpflanze ist sie seit Jahrhunderten beliebt und in zahlreichen Zuchtformen erhältlich. Verwechslungen sind mit anderen Akelei-Arten möglich, etwa der Alpen-Akelei oder verschiedenen Gartenformen. Die Gemeine Akelei steht in Deutschland unter besonderem gesetzlichen Schutz; gleichzeitig wird sie in der Roten Liste Deutschlands in der Vorwarnliste geführt.