Schuppen-Hundsflechte – Vegetative Vermehrung durch Isidien

Typisch für Peltigera praetextata sind die schuppenartigen Auswüchse, die als Phyllidien beziehungsweise schizidienartige Strukturen bezeichnet werden und sich bevorzugt an den Rändern und entlang von Rissen des Flechtenlagers bilden. Diese Strukturen können sich ablösen und zur vegetativen Vermehrung beitragen, da sie sowohl den Pilz als auch den photosynthetischen Partner enthalten. Die Flechte wächst meist auf feuchten, moosreichen Böden, an morschem Holz und an anderen geeigneten, luftfeuchten Standorten. Besonders kurios ist ihre volksmedizinische Geschichte: In früheren Zeiten galt Peltigera praetextata als vermeintliches Heilmittel gegen Tollwut – ein Glaube, der zur Namensgeschichte der Hundsflechten beigetragen hat, ohne dass eine tatsächliche Wirksamkeit belegt wäre.

Isidien an Rändern und Rissen des Flechtenlagers