Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)

Das Pfennigkraut bevorzugt nährstoffreiche und feuchte Böden

Name

Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)

Familie

Primelgewächse (Primulaceae)

Merkmale

Das Pfennigkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit kriechenden, bis zu einem Meter langen Stängeln, die flach über den Boden wachsen. Besonders auffällig sind die rundlichen bis eiförmigen, gegenständigen Blätter, deren Form an alte Münzen erinnert – daher der deutsche Name sowie das lateinische Artepitheton nummularia, abgeleitet von lateinisch nummus für Münze. Die leuchtend gelben, fünfzähligen Blüten erscheinen einzeln in den Blattachseln und sind mit kleinen roten Punkten gezeichnet.

Standort und Verbreitung

Lysimachia nummularia bevorzugt feuchte bis nasse Standorte wie Uferböschungen, feuchte Wiesen, Gräben und Hecken-Biotope. Die Art gedeiht besonders gut auf nährstoffreichen, lehmigen oder tonigen Böden mit guter Wasserversorgung. Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet und kommt in Deutschland flächendeckend vor, fehlt jedoch in höheren Gebirgslagen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August.

Besonderheiten

Das Pfennigkraut vermehrt sich überwiegend vegetativ über seine kriechenden Ausläufer und kann so dichte, flächige Bestände bilden. In der Volksmedizin wurde die Pflanze traditionell bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt, etwa als schleimlösende oder entzündungshemmende Anwendung. Heute spielt sie in der Heilkunde kaum noch eine Rolle. Im Gartenbau wird die Art hingegen gerne als Bodendecker in feuchten Bereichen oder als Teichrandpflanze genutzt. Eine bekannte Gartenform ist die gelbblättrige Sorte Aurea, die als Zierpflanze beliebt ist. Verwechslungen sind möglich mit dem Wald-Gilbweiderich, einer aufrecht wachsenden verwandten Art, die jedoch deutlich andere Wuchsformen zeigt.