Berg-Flockenblume (Centaurea montana)

Die Art bevorzugt die höheren Lagen der Mittelgebirge

Name

Berg-Flockenblume (Centaurea montana)

Familie

Korbblütler (Asteraceae)

Merkmale

Die Berg-Flockenblume ist eine ausdauernde Staude, die Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern erreicht. Die Stängel sind filzig behaart und meist unverzweigt. Die Blätter sind lanzettlich, ganzrandig und laufen am Stängel herab, wodurch dieser geflügelt wirkt. Die auffälligen Blütenköpfe erscheinen einzeln an den Stängelenden und zeigen eine leuchtend blaue bis blauviolette Färbung, wobei die äußeren Randblüten deutlich größer und trichterförmig ausgebildet sind als die inneren Röhrenblüten. Die Hüllblätter sind dunkel gerandet und fransig gezähnt, was ein charakteristisches Erkennungsmerkmal darstellt.

Standort und Verbreitung

Die Berg-Flockenblume wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, frischen Wiesen sowie in lichten Laub- und Mischwäldern. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die Gebirgslagen Mittel- und Südeuropas, darunter Alpen, Karpaten und Apennin. In Deutschland kommt sie vor allem in den Mittelgebirgen vor, Vorkommen im Flachland sind selten und häufig auf verwilderte Gartenpflanzen zurückzuführen. Die Art bevorzugt kalkreiche bis mäßig saure, gut durchfeuchtete Böden in halbschattigen bis sonnigen Lagen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis August, wobei bei günstigen Bedingungen eine zweite Blüte im Herbst möglich ist.

Besonderheiten

Da die Berg-Flockenblume als attraktive Gartenpflanze im Handel erhältlich ist, kommt es regelmäßig zu Verwilderungen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets. Solche Gartenflüchtlinge können heimische Pflanzengesellschaften beeinflussen und erschweren die Beurteilung natürlicher Vorkommen. Die Blüten sind eine wertvolle Nektarquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Verwechslungen sind mit anderen blaublühenden Flockenblumen möglich, etwa der Wiesen-Flockenblume, die jedoch kleinere Blütenköpfe und einen verzweigten Stängel aufweist. Die Art gilt in weiten Teilen Deutschlands als ungefährdet, ist jedoch in manchen Bundesländern selten und schützenswert.