Sumpfbärlapp (Lycopodiella inundata)

Lycopodiella inundata wächst auf nassen, sauren oder sandigen Böden

Name

Sumpfbärlapp (Lycopodiella inundata)

Familie

Lycopodiaceae (Bärlappgewächse)

Merkmale

Der Sumpfbärlapp ist ein krautiger Bärlapp mit kriechenden, flach am Boden liegenden Sprossen, die dicht mit nadelförmigen, hellgrünen Blättchen besetzt sind. Die Sporophyllstände sind nur wenige Zentimeter hoch und tragen die Sporangien in den Achseln der etwas breiteren Sporophyllen. Die Pflanze bildet keine echten Blüten, sondern vermehrt sich über Sporen. Der Wuchs ist niedrig und rasig, die Sprosse erreichen selten mehr als zehn Zentimeter Höhe.

Standort und Verbreitung

Der Sumpfbärlapp besiedelt nasse, saure und nährstoffarme Böden in Moorbiotopen, Zwischenmooren und feuchten Heiden. Er wächst häufig gemeinsam mit Sonnentaugewächsen, die ähnliche Habitatansprüche stellen. Darüber hinaus findet er sich an Sekundärstandorten wie Kies- und Sandgruben, wo offene, feuchte Rohböden entstehen. Die Art ist in Europa weit verbreitet, in Deutschland jedoch stark rückläufig und auf wenige Standorte beschränkt. Die Sporenreife erfolgt von Juli bis September.

Besonderheiten

Der Sumpfbärlapp gilt in Deutschland als gefährdet und steht auf der Roten Liste. Der Rückgang ist vor allem auf Entwässerung, Torfabbau und den Verlust naturnaher Moorlebensräume zurückzuführen. Bemerkenswert ist seine Fähigkeit, Sekundärstandorte wie Abbaustellen zu besiedeln, wo offene Rohböden entstehen – diese können als Trittsteinbiotope wichtig für den Arterhalt sein. Verwechslungen sind mit anderen Bärlapparten möglich, die jedoch meist trockenere Standorte bevorzugen. Als Vertreter einer sehr alten Pflanzengruppe gehört der Sumpfbärlapp zu den Bärlappgewächsen, deren Entwicklungslinie bereits seit sehr langer Zeit auf der Erde existiert.