Osmunda regalis: Sporenträger am separaten Wedel
Ein besonders auffälliges und stammesgeschichtlich bedeutsames Merkmal des Königsfarns Osmunda regalis ist die Ausbildung eines deutlich vom sterilen Bereich abgesetzten fertilen Wedelabschnitts. Anders als bei vielen anderen Farnen werden die Sporangien dabei nicht auf der Unterseite gewöhnlicher Laubfiedern gebildet, sondern an den stark umgewandelten oberen Abschnitten des Wedels. Diese fertile Region ist deutlich schmaler als der sterile Teil und wirkt rispenartig, wodurch der Farn seinen deutschen Namen Königs-Rispenfarn erhalten hat. Die Gattung Osmunda gehört zu einer alten Entwicklungslinie der Farne und ist fossil bereits aus dem Mesozoikum bekannt.