Keulen-Bärlapp (Lycopodium clavatum)

Lycopodium clavatum ist eine Gefäßsporenpflanze mit bis zu 4 Meter langen kriechenden Sprossen

Name

Keulen-Bärlapp (Lycopodium clavatum)

Familie

Lycopodiaceae (Bärlappgewächse)

Merkmale

Der Keulen-Bärlapp ist eine immergrüne Gefäßsporenpflanze mit kriechenden, bis zu 4 Meter langen Sprossen, die dicht mit nadelförmigen, hellgrünen Blättchen besetzt sind. Die aufrechten Sporophyllstände tragen meist zwei keulenförmige Sporenähren, die der Art ihren deutschen Namen geben. Die Blättchen enden in einem charakteristischen weißlichen Haar, was ein gutes Erkennungsmerkmal darstellt.

Standort und Verbreitung

Lycopodium clavatum wächst bevorzugt in lichten, bodensauren Wäldern, auf Heiden, Moor- und Torfböden sowie in Gebirgslagen. Die Art bevorzugt nährstoffarme, feuchte bis mäßig trockene Standorte mit wenig Konkurrenz durch andere Pflanzen. Geografisch ist sie in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas verbreitet, in Deutschland vor allem in Mittelgebirgen und im Alpenvorland anzutreffen. Die Sporenreife findet hauptsächlich von Juli bis September statt.

Besonderheiten

Als lebende Fossilien gelten Bärlappe als eine der ältesten Landpflanzengruppen überhaupt – ihre Vorfahren prägten bereits vor rund 300 Millionen Jahren die Wälder des Karbons. Der feine, hochentzündliche Sporenstaub wurde früher als Blitzlichtpulver in der Fotografie sowie als Gleitmittel für Pillen in der Pharmazie genutzt. In vielen Regionen Deutschlands steht Lycopodium clavatum unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden. Verwechslungen sind mit anderen Bärlapp-Arten möglich, etwa dem Flachbärlapp oder dem Alpenbärlapp, die ähnliche Standorte besiedeln, jedoch abweichende Wuchsformen zeigen.