Gewöhnlicher Dornfarn (Dryopteris carthusiana)

Dryopteris carthusiana wächst auf kalkarmen Böden

Name

Gewöhnlicher Dornfarn (Dryopteris carthusiana)

Familie

Dryopteridaceae

Merkmale

Der Gewöhnliche Dornfarn bildet trichterförmige Rosetten aus aufrecht stehenden, hellgrünen bis mittelgrünen Wedeln, die im Umriss dreieckig-lanzettlich sind und eine Länge von 30 bis 80 cm erreichen können. Die Blattspreite ist zwei- bis dreifach gefiedert, wobei die Fiedern und Fiederchen an ihren Spitzen charakteristische, feine Dornenspitzen tragen – daher der Name Dornfarn. Die Stiele sind mit hellbraunen, lanzettlichen Spreuschuppen besetzt. Die Sori, also die Sporenhäufchen, sitzen auf der Blattunterseite und sind von einem nierenförmigen Schleier bedeckt.

Standort und Verbreitung

Dryopteris carthusiana bevorzugt kalkarme, feuchte bis mäßig feuchte Böden in Laubmischwäldern, Nadelwäldern und an Moorrändern. Die Art meidet kalkhaltige Standorte und gedeiht besonders gut in humosen, sauren Waldböden mit guter Wasserversorgung. Sie ist in weiten Teilen Europas, Nordasiens und Nordamerikas verbreitet und in Deutschland häufig anzutreffen. Als immergrüner bis halbimmergrüner Farn bleibt das Laub oft bis weit in den Winter erhalten. Die Sporensaison liegt zwischen Juli und Oktober.

Besonderheiten

Der Gewöhnliche Dornfarn kann leicht mit dem Breitblättrigen Dornfarn verwechselt werden, der jedoch breitere, dunkelgrünere Wedeln und eine etwas kräftigere Wuchsform aufweist. Neben dem Namen Gewöhnlicher Dornfarn sind auch die Bezeichnungen Dorniger Wurmfarn und Karthäuserfarn gebräuchlich. Die Art gilt in Deutschland als ungefährdet. Historisch wurde der Farn, wie viele Verwandte der Gattung Dryopteris, volksheilkundlich gegen Wurmbefall eingesetzt, worauf der Name Wurmfarn hinweist. Eine Giftigkeit für Menschen ist nicht bekannt, dennoch sollte die Pflanze nicht verzehrt werden.