Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
Name
Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
Familie
Thelypteridaceae
Merkmale
Der Buchenfarn ist ein zierlicher, sommergrüner Farn mit dreieckig-länglichen, einfach gefiederten Wedeln, die meist 15 bis 40 Zentimeter lang werden. Die Wedel sind hellgrün und weich behaart, die Unterseite der Fiedern trägt feine Drüsenhaare. Charakteristisch ist das unterste Fiedernpaar, das deutlich nach vorne und unten geneigt ist und fast waagerecht absteht – ein wichtiges Erkennungsmerkmal gegenüber ähnlichen Arten. Das kriechende, dünne Rhizom verbindet die einzelnen Wedel und ermöglicht die vegetative Ausbreitung.
Standort und Verbreitung
Der Buchenfarn wächst bevorzugt in schattigen Laub- und Mischwäldern, oft in Buchenwäldern, auf feuchten, humusreichen und leicht sauren Böden. Er besiedelt Hangwälder, Schluchten und Bachufer und ist in weiten Teilen Europas, Nordasiens und Nordamerikas verbreitet. In Deutschland kommt er zerstreut vor, häufiger in Mittelgebirgslagen wie dem Süntel in Niedersachsen. Die Sporulation findet von Juli bis September statt, die Wedel erscheinen im Frühjahr ab April.
Besonderheiten
Der Buchenfarn gilt in manchen Regionen Deutschlands als gefährdet und steht auf regionalen Roten Listen. Er vermehrt sich effektiv über sein kriechend wachsendes Rhizom und bildet so flächige Bestände. Eine mögliche Verwechslung besteht mit dem Eichenfarn, der jedoch tiefer eingeschnittene Fiedern und eine andere Wedelhaltung aufweist. Der Buchenfarn hat keine bekannte Verwendung in der Volksmedizin oder Küche und gilt als ungiftig.