Ziegelroter Schwefelkopf (Hypholoma sublateritium)

Schwächeparasit Ziegelroter Schwefelkopf Substrate

Name

Ziegelroter Schwefelkopf (Hypholoma sublateritium)

Familie

Hymenogastraceae

Merkmale

Der Ziegelrote Schwefelkopf trägt seinen Namen zu Recht: Der Hut ist auffällig ziegelrot bis orangebraun gefärbt, zur Mitte hin dunkler, zum Rand hin heller und gelblich ausblassend. Der Hutdurchmesser beträgt meist drei bis acht Zentimeter. Die Lamellen sind jung gelblich-grünlich, verfärben sich mit zunehmendem Alter grauviolett bis dunkelbraun. Das Fleisch ist gelblich und schmeckt deutlich bitter. Der Stiel ist zylindrisch, faserig und zur Basis hin bräunlich verfärbt. Die Art wächst büschelig und bildet oft dichte, auffällige Fruchtkörpergruppen.

Standort und Verbreitung

Der Ziegelrote Schwefelkopf ist in Europa weit verbreitet und häufig anzutreffen. Er wächst bevorzugt an Totholz von Laubbäumen, insbesondere an Eiche und Buche, seltener an anderen Laubhölzern oder Nadelholz. Als Schwächeparasit kann er auch lebende Bäume befallen und ist damit nicht ausschließlich auf abgestorbenes Holz angewiesen. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von September bis Dezember, womit er zu den typischen Herbstpilzen zählt. Man findet ihn in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern sowie in Parks und Gärten überall dort, wo geeignetes Totholz vorhanden ist.

Besonderheiten

Der Ziegelrote Schwefelkopf gilt als ungenießbar bis schwach giftig, da sein Fleisch ausgeprägt bitter schmeckt und Magenreizungen verursachen kann. Er wird häufig mit dem essbaren Rauchblättrigen Schwefelkopf verwechselt, der jedoch grünlichere Lamellen und einen milderen Geschmack aufweist. Als holzabbauender Pilz spielt er eine wichtige ökologische Rolle im Nährstoffkreislauf des Waldes. Seine Fähigkeit, als Schwächeparasit auch lebende Bäume zu befallen, macht ihn forstlich relevant, da er geschwächte Laubbäume weiter schädigen kann.