Rosablättriger Helmling (Mycena galericulata)
Name
Rosablättriger Helmling (Mycena galericulata)
Familie
Mycenaceae
Merkmale
Der Rosablättrige Helmling ist etwas kompakter und kräftiger gebaut als viele andere Vertreter der Gattung Mycena. Der Hut erreicht einen Durchmesser von zwei bis sechs Zentimetern, ist kegelförmig bis glockig und besitzt einen deutlich gerieften Rand. Die Hutfarbe variiert von graubraun bis ockerbraun, oft mit einem dunkleren Zentrum. Namensgebend sind die Lamellen, die im Alter eine charakteristische rosa bis fleischfarbene Tönung annehmen. Der Stiel ist zäh, hohl, glatt und graubraun gefärbt, an der Basis oft weißlich filzig.
Standort und Verbreitung
Der Rosablättrige Helmling wächst von Mai bis Dezember an morschem Laub- und Nadelholz, bevorzugt an Stümpfen, Ästen und vergrabenem Totholz. Er tritt häufig in dichten Büscheln auf. Die Art ist ausgesprochen anpassungsfähig und in einer Vielzahl von Lebensräumen anzutreffen, darunter Laubwälder, Nadelwälder, Parks und Gärten. Sie ist in Europa weit verbreitet und zählt zu den häufigsten Helmlingen überhaupt.
Besonderheiten
Der Rosablättrige Helmling gilt als ungenießbar, da er einen unangenehmen, ranzigen Geruch entwickelt und keinen nennenswerten Speisewert besitzt. Er ist ein Saprobiont und leistet als Holzzersetzer einen wichtigen Beitrag zum Nährstoffkreislauf im Wald. Verwechslungen sind mit anderen büschelig wachsenden Helmlingen möglich, etwa dem Graublättrigen Helmling, der jedoch grauere Lamellen ohne Rosaton aufweist. Die zähe Stielbeschaffenheit und die rosa Lamellenfärbung im Alter sind zuverlässige Erkennungsmerkmale.