Eichen-Zystidenrindenpilz (Peniophora quercina)

Eichen-Zystidenrindenpilz auf Eichen-Totholz

Name

Eichen-Zystidenrindenpilz (Peniophora quercina)

Familie

Peniophoraceae

Merkmale

Der Eichen-Zystidenrindenpilz bildet flache, resupinat aufliegende Fruchtkörper, die eng dem Substrat anliegen und keine Hutstruktur ausbilden. Die Oberfläche ist glatt bis leicht warzig und zeigt je nach Alter und Feuchtigkeitsgrad eine charakteristische Färbung von hellgrau über violettgrau bis hin zu bräunlichgrau. Frische Fruchtkörper wirken oft etwas wachsartig und feucht glänzend, während getrocknete Exemplare rissig werden und sich an den Rändern leicht vom Substrat ablösen. Namensgebend sind die auffälligen Zystiden, die mikroskopisch sichtbar sind und zur sicheren Bestimmung herangezogen werden.

Standort und Verbreitung

Der Eichen-Zystidenrindenpilz wächst bevorzugt an totem Laubholz, insbesondere an liegenden oder stehenden Ästen und Stämmen der Eiche. Seltener besiedelt er Buche oder andere Laubbäume. Er ist in Europa weit verbreitet und in Laubwäldern, Parkanlagen und Hecken anzutreffen, wo geeignetes Totholz vorhanden ist. Die Art gilt als ganzjährig fruktifizierend, wobei Fruchtkörper das ganze Jahr über zu finden sind. Ein Exemplar wurde im August 2011 im Hohen Holz bei Wunstorf nachgewiesen.

Besonderheiten

Der Eichen-Zystidenrindenpilz ist ein Saprobiont und spielt als Totholzzersetzer eine wichtige ökologische Rolle im Nährstoffkreislauf von Laubwäldern. Er verursacht eine Weißfäule am Holz. Die Art gilt als ungiftig, hat jedoch keinerlei Speisewert. Verwechslungen sind mit anderen Rindenpilzen der Gattung Peniophora möglich, die ebenfalls resupinat wachsen und ähnliche Färbungen aufweisen. Eine sichere Unterscheidung gelingt oft nur mikroskopisch anhand der charakteristischen Zystiden.