Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica)

Goldgelber Zitterling Lebensraum

Name

Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica)

Familie

Tremellaceae

Merkmale

Der Goldgelbe Zitterling bildet auffällig leuchtend gelb-orangefarbene, gallertartige Fruchtkörper aus, die an Gehirnwindungen oder unregelmäßig gelappte Wülste erinnern. Die Oberfläche wirkt glänzend und ist bei Feuchtigkeit weich und elastisch-zitternd, bei Trockenheit schrumpft der Fruchtkörper stark zusammen und wird hart sowie hornig. Die Größe variiert typischerweise zwischen zwei und zehn Zentimetern. Die intensive Färbung macht die Art besonders im winterlichen Wald unverwechselbar auffällig.

Standort und Verbreitung

Der Goldgelbe Zitterling wächst in luftfeuchten Laubwäldern an totem Holz, bevorzugt an Rotbuche, aber auch an anderen Laubbäumen. Er ist in Europa weit verbreitet und kommt auch in Nordamerika, Asien und Australien vor. Theoretisch ist die Art ganzjährig zu finden, Fruchtkörper werden jedoch nur bei feuchter Witterung ausgebildet. Die Haupterscheinungszeit liegt im Herbst und Winter, wobei die Art auch bei Schlechtwetterperioden in anderen Jahreszeiten auftreten kann. Gerade im Winterhalbjahr ist sie aufgrund ihrer leuchtenden Färbung kaum zu übersehen.

Besonderheiten

Der Goldgelbe Zitterling ist kein eigenständiger Saprobiont, sondern ein Parasit auf anderen Pilzen: Er befällt holzbewohnende Rindenpilze aus der Gattung der Schichtpilze und bezieht von diesen seine Nährstoffe. Der Pilz gilt als essbar, hat jedoch aufgrund seiner gallertartigen Konsistenz und des fehlenden Eigengeschmacks kaum kulinarische Bedeutung. Verwechslungen sind möglich mit dem Orangen Zitterling sowie anderen gelblichen Gallertpilzen, die jedoch meist an anderen Substraten oder Baumarten wachsen. Eine Gefährdung besteht derzeit nicht, die Art gilt als häufig und ungefährdet.