Dünnstieliger Helmkreisling (Cudoniella acicularis)
Name
Dünnstieliger Helmkreisling (Cudoniella acicularis)
Familie
Hemiphacidiaceae
Merkmale
Der Dünnstielige Helmkreisling ist ein sehr kleiner Schlauchpilz mit typisch helmförmigen bis kissenförmigen, weißlichen bis cremefarbenen Fruchtkörpern. Die Apothecien sind meist nur wenige Millimeter groß und sitzen auf einem auffallend dünnen, zarten Stiel, der dem Pilz seinen deutschen Namen verleiht. Die Oberfläche der Scheibe wirkt glatt und leicht gewölbt, die Unterseite ist heller gefärbt.
Standort und Verbreitung
Der Dünnstielige Helmkreisling wächst bevorzugt auf feuchtem, morschem Totholz von Eichen und ist damit ein typischer Bewohner von Laubwäldern mit einem guten Anteil an liegendem Totholz. Die Art benötigt eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit und findet sich daher häufig in schattigen, feuchten Waldabschnitten, an Bachläufen oder in Schluchtwäldern. Geografisch ist sie in weiten Teilen Europas verbreitet. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von April bis Oktober.
Besonderheiten
Der Pilz ist auch unter den Namen Winziger Kreisling und Eichenholz-Zwergkreisling bekannt, was seine enge Bindung an Eichenholz und seine geringe Größe treffend beschreibt. Als Saprobiont leistet er einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Totholz und damit zum Nährstoffkreislauf im Wald. Eine Verwechslung mit ähnlichen kleinen Helmkreslingen auf anderen Laubhölzern ist möglich; die strenge Bindung an Eichen-Totholz ist daher ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Über eine Verwendbarkeit oder Giftigkeit liegen keine gesicherten Angaben vor – aufgrund der geringen Größe ist der Pilz für den Menschen ohne praktische Bedeutung.