Schwefelporling (Laetiporus sulphureus)
Name
Schwefelporling (Laetiporus sulphureus)
Familie
Polyporaceae (Stielporlinge)
Merkmale
Der Schwefelporling bildet auffällige, fächerförmige bis halbkreisförmige Fruchtkörper, die dachziegelartig übereinander wachsen und Durchmesser von bis zu 50 cm erreichen können. Junge Exemplare sind leuchtend schwefelgelb bis orangerot gefärbt – eine Eigenschaft, die dem Pilz seinen Namen verleiht. Mit zunehmendem Alter verblasst die Färbung zu einem blassen Cremeweiß oder Beige. Die Oberfläche ist wellig und fein filzig, die Unterseite zeigt feine, schwefelgelbe Poren. Das Fleisch ist jung saftig und weich, im Alter wird es trocken, brüchig und käseartig.
Standort und Verbreitung
Der Schwefelporling wächst von Mai bis September an stehendem oder liegendem Totholz von Laubbäumen, bevorzugt an Eiche, Weide und Robinie. Seltener besiedelt er Nadelbäume. Er tritt als Wundparasit und Saprobiont auf und verursacht eine intensive Braunfäule im Holz. Die Art ist in ganz Europa weit verbreitet und häufig anzutreffen, ebenso in Teilen Nordamerikas und Asiens. Man findet ihn sowohl in Wäldern als auch in Parks und Alleen, oft an alten oder geschwächten Bäumen.
Besonderheiten
Junge Fruchtkörper des Schwefelporlings gelten als essbar und werden wegen ihrer fleischigen Konsistenz manchmal als Fleischersatz verwendet. Ältere Exemplare sind zäh und ungenießbar. Vorsicht ist geboten: An Nadelbäumen oder Robinie gewachsene Fruchtkörper können Unverträglichkeiten auslösen und sollten gemieden werden. Der Pilz ist nicht mit anderen Arten leicht zu verwechseln, da seine leuchtende Färbung sehr charakteristisch ist. Ähnliche Porlingarten sind in der Regel deutlich blasser oder kleiner. Der Schwefelporling gilt als Schädling im Forstbereich, da er wertvolle Laubbäume schädigen und zum Absterben bringen kann.