Schmetterlingstramete (Trametes versicolor)

Schmetterlingstramete Fruchtkörper

Name

Schmetterlingstramete (Trametes versicolor)

Familie

Polyporaceae

Merkmale

Die Schmetterlingstramete bildet fächerförmige, konsolenförmige Fruchtkörper, die meist in dachziegelartig übereinander gestapelten Gruppen wachsen. Die Oberseite zeigt konzentrische Zonen in wechselnden Farbtönen – von cremeweiß und graubraun über rostbraun bis blaugrau oder grünlich, oft mit samtiger Textur. Die Unterseite ist hell bis weißlich und fein porig. Die Fruchtkörper sind dünn, zäh und lederartig, mit einem Durchmesser von meist drei bis zehn Zentimetern. Alte Exemplare bleiben lange erhalten und verblassen mit der Zeit.

Standort und Verbreitung

Die Schmetterlingstramete wächst bevorzugt an Totholz von Laubbäumen wie Buche, Eiche und Birke, seltener auch an Nadelholz. Als Schwächeparasit kann sie zudem lebende, geschwächte Bäume besiedeln. Die Art ist in Europa weit verbreitet und zählt zu den häufigsten Porlingen überhaupt. Sie kommt in Wäldern, Parks und Gärten vor. Frische Fruchtkörper erscheinen hauptsächlich von Juni bis August, alte Exemplare sind jedoch das ganze Jahr über zu finden.

Besonderheiten

Die Schmetterlingstramete ist nicht essbar – das zähe, lederartige Fleisch macht sie für die Küche ungeeignet. In der Naturheilkunde und Forschung wird sie jedoch intensiv untersucht: Der aus ihr gewonnene Wirkstoffkomplex PSK (Polysaccharid-K) wird in einigen Ländern, besonders in Japan, als immunstimulierendes Mittel eingesetzt. Der Pilz verursacht Weißfäule und baut Lignin im Holz effektiv ab. Verwechslungen sind möglich mit der Striegeligen Tramete oder anderen ähnlichen Trameten-Arten, die jedoch meist weniger auffällig gefärbt sind. Die bunte Zonierung der Hutoberfläche ist das zuverlässigste Erkennungsmerkmal.