Dorniger Stachelbart (Climacodon septentrionalis)
Name
Dorniger Stachelbart (Climacodon septentrionalis)
Familie
Meruliaceae
Merkmale
Der Dornige Stachelbart bildet im Unterschied zu den meisten anderen Stachelbartarten hutähnliche, dachziegelartig übereinander geschichtete Fruchtkörper aus. Die Hutoberseite ist weißlich bis cremegelblich gefärbt und zeigt eine filzige bis zottige Oberfläche. Die Unterseite ist dicht mit feinen, spitzen Stacheln besetzt, die dem Pilz seinen charakteristischen Namen verleihen. Im Alter verfärben sich die Fruchtkörper zunehmend gelblich bis ockerfarben. Die Konsistenz ist zunächst weich und saftig, wird jedoch mit zunehmendem Alter zäh und ledrig.
Standort und Verbreitung
Der Dornige Stachelbart wächst bevorzugt an stehendem oder liegendem Totholz der Rotbuche und besiedelt dabei vor allem ältere, bereits geschwächte oder abgestorbene Stämme. Seltener findet man ihn an Eiche oder anderen Laubbäumen. Die Art kommt in Europa sowie in Nordamerika vor und bevorzugt feuchte Laub- und Mischwälder. In Deutschland gilt sie als selten. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von Juli bis November.
Besonderheiten
Der Dornige Stachelbart ist aufgrund seiner hutartigen Fruchtkörperform innerhalb der Stachelbartpilze gut von ähnlichen Arten zu unterscheiden, die meist rein resupinat, also flach am Substrat anliegend, wachsen. Der Pilz gilt als Weißfäuleerreger und baut gezielt Lignin und Zellulose des Wirtsholzes ab. Er ist nicht zum Verzehr geeignet und wird in einigen Roten Listen als gefährdet eingestuft, da er auf naturnahe Wälder mit ausreichend Totholzangebot angewiesen ist. Sein Vorkommen gilt daher als Zeiger für ökologisch wertvolle Waldstandorte.