Kiefern-Braunporling (Phaeolus schweinitzii)

Braunporling Substrat

Name

Kiefern-Braunporling (Phaeolus schweinitzii)

Familie

Fomitopsidaceae

Merkmale

Der Kiefern-Braunporling bildet große, konsolenförmige bis trichterartige Fruchtkörper, die oft dachziegelartig übereinander wachsen. Die Oberfläche ist filzig bis zottig und zeigt je nach Alter eine auffällige Farbentwicklung: Junge Exemplare leuchten in satten Gelb- und Orangetönen, ältere Fruchtkörper werden rostbraun bis dunkelbraun. Die Unterseite trägt feine, gelbliche bis grünlich-gelbe Poren, die sich bei Druck bzw. Berührung bräunlich verfärben können. Das Fleisch ist weich, schwammig und ebenfalls gelblich bis bräunlich gefärbt. Ausgewachsene Fruchtkörper können beachtliche Durchmesser von etwa 25 bis 30 Zentimetern erreichen.

Standort und Verbreitung

Der Kiefern-Braunporling wächst vor allem im Wurzel- und Stammfußbereich lebender Nadelbäume, insbesondere an Kiefern, Fichten, Tannen und anderen Nadelhölzern. Er kann auch an Stümpfen sowie an bereits abgestorbenem Holz vorkommen. Als Parasit verursacht er eine charakteristische Braunfäule im Wurzel- und unteren Stammbereich, wodurch befallene Bäume erheblich an Standfestigkeit verlieren können. Er ist in Europa weit verbreitet und kommt in Nadelwäldern sowie gemischten Wäldern vor. Auch in Nordamerika und anderen Teilen der Welt ist die Art verbreitet. Die Fruchtkörper erscheinen meist von Spätsommer bis Herbst, etwa von Juli bis November.

Besonderheiten

Als Verursacher der sogenannten Braunfäule zersetzt der Kiefern-Braunporling die Zellulose des Holzes und hinterlässt ein charakteristisch würfelförmig zerfallendes, rotbraunes Holzgerüst. Befallene lebende Bäume werden in ihrer Standfestigkeit erheblich geschwächt und können sturmgefährdet sein, was ihn forstlich zu einem bedeutsamen Schadpilz macht. Der Pilz gilt als ungenießbar. Verwechslungen sind mit ähnlichen Porlingen möglich, jedoch ist die markante Farbkombination aus Gelb-Orange und Rostbraun in Verbindung mit dem typischen Nadelholzstandort ein verlässliches Erkennungsmerkmal.