Dolinen im Süntel – eingestürzte Karsthohlräume
Im östlichen Süntel erhebt sich die Südwehe auf rund 320 Meter Höhe. Nördlich davon zeigt die Landschaft ein bemerkenswertes geologisches Phänomen: Dolinen, also trichter- oder kesselförmige Senken, die durch den Einsturz unterirdischer Hohlräume entstehen. Im Süntel besteht der Untergrund überwiegend aus Kalkgestein des Jura, das durch versickerndes, leicht säurehaltiges Regenwasser über lange Zeiträume hinweg aufgelöst wird – ein Prozess, den Geologen als Verkarstung bezeichnen. Bricht die Decke eines solchen Hohlraums schließlich ein, entsteht an der Oberfläche abrupt eine Senke oder sogar ein offenes Loch. Dolinen sind typische Karstformen und finden sich überall dort, wo lösliches Gestein nahe der Oberfläche liegt.