Saxonische Bruchschollentektonik im Harz
Gewaltige Spannungen in der Erdkruste haben den Harz buchstäblich aus der Tiefe gehoben. Von der Kreidezeit vor rund 100 Millionen Jahren bis ins Tertiär gerieten große Erdschollen in Bewegung – ein Prozess, den Geologen als Saxonische Bruchschollentektonik bezeichnen. Dabei wurden einzelne Schollen entlang von Verwerfungen angehoben oder abgesenkt, sodass der Harz als markanter Mittelgebirgsrumpf aus dem norddeutschen Flachland herausragt. Ein eindrucksvolles Zeugnis dieser tektonischen Kräfte ist die Teufelsmauer, ein spektakulärer Sandsteinrücken am Nordrand des Harzes, der durch die unterschiedliche Heraushebung benachbarter Schollen geformt wurde.