Weidentriebgallmücke (Rhabdophaga salicis)
Name
Weidentriebgallmücke (Rhabdophaga salicis)
Wirtspflanze
Weide (Salix spec.)
Merkmale
Die Galle der Weidentriebgallmücke tritt als markante, holzige Verdickung an den Zweigen verschiedener Weiden-Arten auf. Die Form ist variabel und kann kugelig oder spindelförmig ausgeprägt sein. Die Oberfläche ist hart und verholzt, was die Galle deutlich von weicheren Gallentypen unterscheidet. Im Inneren ist die Galle hochgradig strukturiert und enthält zahlreiche separate Kammern, in denen jeweils eine einzelne gelbliche Larve lebt. Die Gallen sitzen direkt am Zweig und können durch ihre Größe und auffällige Form gut ins Auge fallen.
Entstehung und Entwicklung
Der Verursacher ist die Gallmücke Rhabdophaga salicis, deren Weibchen ihre Eier in das Triebgewebe von Weiden ablegen. Der Reiz durch die schlüpfenden Larven und deren Fraßtätigkeit löst eine abnorme Gewebewucherung der Wirtspflanze aus, die zur charakteristischen, vielkammerigen Holzgalle führt. Jede Kammer beherbergt eine einzelne gelbliche Larve, die sich dort ernährt und entwickelt. Die Larven überwintern geschützt im Inneren des harten Holzgewebes und verpuppen sich im zeitigen Frühjahr. Der Schlupf der erwachsenen Mücken erfolgt anschließend im Frühjahr, woraufhin die neue Generation die Eiablage beginnt. Bei der Bestimmung ist Vorsicht geboten, da ähnliche Arten der Gattung nur durch genaue Analyse der Wirtspflanze oder der Gallenmorphologie sicher unterschieden werden können.