Rainfarn-Gallmücke (Rhopalomyia tanaceticola)

Rainfarn-Gallmücke an Tanacetum vulgare

Name

Rainfarn-Gallmücke (Rhopalomyia tanaceticola)

Wirtspflanze

Rainfarn (Tanacetum vulgare)

Merkmale

Die Gallen der Rainfarn-Gallmücke entstehen bevorzugt an Blättern, Triebspitzen und Stängelabschnitten des Rainfarns. Sie sind fleischig, oft deutlich behaart und zeigen eine unregelmäßige, knotige Oberfläche. Im Inneren befinden sich eine oder mehrere Kammern, in denen die charakteristisch orangerot gefärbten Larven heranwachsen. Treten mehrere Eiablagen dicht beieinander auf, verschmelzen die Einzelgallen zu einem multiloculären Komplex mit gemeinsamer Außenwand, der deutlich größer und unregelmäßiger geformt ist als eine Einzelgalle. Diese zusammengesetzten Strukturen können mehrere Zentimeter Durchmesser erreichen.

Entstehung und Entwicklung

Der Verursacher ist die Rainfarn-Gallmücke (Rhopalomyia tanaceticola), eine kleine Zweiflügler-Art aus der Familie der Gallmücken. Die Weibchen legen ihre Eier an verschiedenen jungen Pflanzenteilen des Rainfarns ab, unter anderem an Blättern, Blattachseln, Achselknospen und Blütenständen. Die orangefarbenen Larven regen das Pflanzengewebe zur Bildung der charakteristischen Gallen an und ernähren sich anschließend im Inneren davon. Die Art bildet mehrere Generationen pro Jahr. Die Larven verpuppen sich innerhalb der Gallen, aus denen anschließend die erwachsenen Gallmücken schlüpfen.