Lindenblattgallmücke – Gallen auf der Blattunterseite

Die Gallen der Lindenblattgallmücke (Didymomyia tiliacea) sind ein stadtökologisch bemerkenswertes Phänomen: Sie treten meist gehäuft in Clustern auf einem einzelnen Blatt auf und fallen durch ihre charakteristische Doppelgestalt auf. Auf der Blattoberseite ragen sie markant kegelförmig hervor, während sie auf der Unterseite eine glatte, halbkugelige Wölbung bilden – ein zuverlässiges Bestimmungsmerkmal im Feld, wie Funde aus dem Auetal bei Wunstorf eindrucksvoll belegen. Jede Galle beherbergt eine einzelne Larve, die sich darin vollständig entwickelt. Trotz urbaner Einflüsse bleibt das Habitat der Art stabil, und Didymomyia tiliacea gilt in Mitteleuropa weiterhin als weit verbreitet und häufig.

Lindenblattgallmücke Blattunterseite