Lindenblattgallmücke (Didymomyia tiliacea)

Didymomyia tiliacea: Lebensweise und Gallenbildung

Name

Lindenblattgallmücke (Didymomyia tiliacea)

Wirtspflanze

Linde (Tilia spec.)

Merkmale

Die Gallen der Lindenblattgallmücke erscheinen auf der Blattoberseite junger Lindenblätter als auffällige, kegelförmige Erhebungen. Ihre Oberfläche ist glatt bis leicht gewölbt, die Färbung variiert von hellgrün bis rötlich oder purpurn, besonders in sonniger Lage. Die Gallen sind meist wenige Millimeter hoch und sitzen einzeln oder in Gruppen verteilt auf der Blattspreite. Auf der Blattunterseite ist die Eingangsöffnung der Galle erkennbar, durch die die Larve später die Galle verlässt.

Entstehung und Entwicklung

Die Gallen werden durch die Gallmücke Didymomyia tiliacea verursacht. Die Weibchen der Art legen ihre Eier im Frühjahr in das noch weiche Gewebe junger Lindenblätter. Der Speichel der schlüpfenden Larven regt die Wirtspflanze zur Bildung der charakteristischen Kegelgallen an, die als Schutzraum und Nahrungsquelle dienen. Die Larven fressen im Inneren der Galle und durchlaufen dort ihre Entwicklung. Im Spätsommer verlassen die ausgewachsenen Larven die Galle durch die Öffnung auf der Blattunterseite und lassen sich zu Boden fallen. Die Überwinterung erfolgt im Boden, wo die Verpuppung stattfindet. Im folgenden Frühjahr schlüpfen die adulten Mücken, und der Zyklus beginnt erneut. Befallene Blätter zeigen oft zahlreiche Gallen gleichzeitig, ohne dauerhaften Schaden für den Baum.