Espen-Gallmücke (Harmandiola tremulae)
Name
Espen-Gallmücke (Harmandiola tremulae)
Wirtspflanze
Zitterpappel (Populus tremula)
Merkmale
Die Gallen der Espen-Gallmücke sitzen auf der Blattoberseite der Zitterpappel und sind kugelig bis annähernd kugelig. Sie erreichen etwa 3–4 mm Durchmesser, besitzen eine relativ dicke Wand und sind bei Reife meist glänzend rot, später teilweise dunkel bis schwarz gefärbt. Die Öffnung befindet sich auf der Blattunterseite und ist von einem leicht vorspringenden Rand umgeben. Im Innern befindet sich eine einzelne Larvenkammer mit einer orange- bis rot gefärbten Larve.
Entstehung und Entwicklung
Der Verursacher der Gallen ist die Espen-Gallmücke (Harmandiola tremulae), eine auf die Zitterpappel spezialisierte Gallmückenart. Die Weibchen legen ihre Eier im Frühjahr auf die jungen, noch entfaltenden Blätter. Der Reiz durch die schlüpfende Larve löst eine Gewebewucherung des Blattes aus, die sich zur charakteristischen Kugelgalle entwickelt. Innerhalb dieser Galle ernährt sich die Larve vom Gallengewebe und durchläuft ihre Entwicklung geschützt vor äußeren Einflüssen. Im Herbst verlässt die ausgewachsene Larve die Galle und lässt sich zu Boden fallen, wo sie im Bodenstreu überwintert. Die Verpuppung findet im darauffolgenden Frühjahr statt, kurz bevor die Zitterpappel neu austreibt, sodass die frisch geschlüpften Mücken rechtzeitig zur Eiablage bereitstehen.