Gemeine Eichengallwespe (Cynips quercusfolii)

Galläpfel der parthenogenetischen Generation

Name

Gemeine Eichengallwespe (Cynips quercusfolii)

Wirtspflanze

Eiche (Quercus spec.)

Merkmale

Die Gallen der Gemeinen Eichengallwespe sind kugelig geformt und erreichen einen Durchmesser von bis zu 20 mm. Sie sitzen an der Blattunterseite von Eichen und fallen durch ihre charakteristische rote Färbung auf der lichtexponierten Seite auf, während die beschattete Seite meist grünlich bis gelblich bleibt. Die Oberfläche ist zunächst glatt und wird im Laufe der Reife leicht warzig. Im Inneren umschließt ein lockeres, schwammiges Gewebe eine zentrale Larvenkammer, in der sich die Larve entwickelt. Reife Gallen fallen im Herbst zu Boden.

Entstehung und Entwicklung

Der Verursacher ist die Gemeine Eichengallwespe (Cynips quercusfolii), die einen Generationswechsel zwischen einer ungeschlechtlichen und einer geschlechtlichen Generation durchläuft. Die agamen Weibchen schlüpfen im Herbst beziehungsweise Winter aus den Blattgallen und legen unbefruchtete Eier in ruhende Eichenknospen. Daraus entwickelt sich im Frühjahr die geschlechtliche Generation, deren Weibchen und Männchen schlüpfen und sich paaren. Die befruchteten Weibchen legen anschließend Eier an den Blattadern junger Eichenblätter ab. Daraus entstehen die charakteristischen großen, kugeligen Galläpfel an der Blattunterseite.