Beifuß-Blattlaus (Cryptosiphum artemisiae)

Die Beifuß-Blattlaus ernährt sich von Pflanzensäften

Name

Beifuß-Blattlaus (Cryptosiphum artemisiae)

Wirtspflanze

Beifuß (Artemisia spec.)

Merkmale

Die Gallen der Beifuß-Blattlaus zeigen sich als beulenartige, klumpenförmige Verdickungen an den Blättern der Wirtspflanze. Besonders auffällig ist die intensive rötliche bis violette Färbung des veränderten Gewebes, die die Gallen deutlich von gesunden Blattpartien abhebt. Ein zentrales Bestimmungsmerkmal ist die charakteristische Einrollung der Blattränder nach unten, wodurch ein nahezu geschlossener Hohlraum entsteht. Dieser schützende Innenraum bietet den Blattlauskolonien optimale Bedingungen und ist von außen nur bei genauem Hinsehen einsehbar. Die Gallen sitzen direkt am Blatt und können bei starkem Befall ganze Blattflächen erfassen.

Entstehung und Entwicklung

Der Verursacher der Gallen ist die Beifuß-Blattlaus (Cryptosiphum artemisiae), eine auf Artemisia-Arten spezialisierte Blattlausart. Die Gallenbildung wird durch die Saugtätigkeit der Tiere ausgelöst: Dabei injizieren die Blattläuse beim Saugen Speichelsubstanzen in das Pflanzengewebe, die eine chemische Reaktion anstoßen und das charakteristische Wachstum des Gewebes bewirken. Die Tiere leben in Kolonien innerhalb der entstandenen Hohlräume und entziehen der Pflanze kontinuierlich Nährstoffe. Der Schutzraum der Galle bewahrt die Kolonie vor natürlichen Feinden wie Marienkäfern oder Florfliegen sowie vor Austrocknung. Die Art überwintert typischerweise als Ei an der Wirtspflanze. Im Frühjahr schlüpfen die Gründerinnen, die die ersten Gallen anlegen. Im Verlauf des Sommers folgen mehrere ungeschlechtliche Generationen, bevor im Herbst die Geschlechtstiere für die Eiablage heranreifen.