Kartäuserschnecke (Monacha cartusiana)

Monacha cartusiana war ursprünglich in Süd- und Westeuropa beheimatet

Name

Kartäuserschnecke (Monacha cartusiana)

Familie

Geomitridae

Körpergröße

Bis 17 mm Breite

Merkmale

Die Kartäuserschnecke besitzt ein rundlich-kegelförmiges Gehäuse, das je nach Standort und Individuum cremefarben, gelblich-weiß oder hellbraun gefärbt ist. Die Oberfläche wirkt fein gerippt und leicht glänzend. Ein zuverlässiges Bestimmungsmerkmal ist der rötlich bis bräunlich gefärbte äußere Mündungsbereich (Mundsaum), der die Art deutlich von ähnlichen Schnecken abgrenzt. Der Nabel ist sehr eng oder vollständig bedeckt. Im lebenden Zustand ist der Weichkörper der Tiere grau bis schwärzlich gefärbt.

Lebensraum

Die Kartäuserschnecke besiedelt bevorzugt trockene, sonnige Standorte. Typische Lebensräume sind Wiesen, Ruderalflächen, Gebüschsäume sowie Sandgruben und Bahndämme. Die Art ist in weiten Teilen Mitteleuropas aktiv, sobald die Temperaturen steigen; Hauptaktivitätszeiten liegen im Frühjahr und Sommer, bei feuchter Witterung auch bis in den Herbst hinein. Wie viele Landschnecken zieht sie sich bei Trockenheit und Kälte in ihr Gehäuse zurück.

Besonderheiten

Die Kartäuserschnecke kommt ursprünglich in Süd- und Westeuropa vor und ist in Deutschland vor allem in wärmebegünstigten Gebieten verbreitet. Die deutschen Vorkommen sind teilweise zerstreut, und die Art befindet sich in einigen Regionen in Ausbreitung. Als Pflanzenfresser kann sie auf landwirtschaftlichen Flächen gelegentlich in größeren Mengen auftreten. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der Heideschnecke (Helicella itala), die jedoch einen anderen Gehäusebau und einen deutlich weiteren Nabel besitzt. Die Art ist derzeit nicht gefährdet und profitiert von der Ausbreitung trockener, ruderaler Lebensräume.