Rötliche Laubschnecke (Monachoides incarnatus)
Name
Rötliche Laubschnecke oder Inkarnatschnecke (Monachoides incarnatus)
Familie
Geomitridae
Körpergröße
Gehäusedurchmesser bis 16 mm
Merkmale
Das gedrückt-kugelige Gehäuse der Rötlichen Laubschnecke ist typischerweise rötlich-braun bis fleischfarben gefärbt – daher der Name „Inkarnatschnecke
Lebensraum
Die Rötliche Laubschnecke besiedelt bevorzugt Laub- und Mischwälder mit gut entwickelter Krautschicht und feuchter Laubstreu. Die Tiere halten sich vorwiegend am Waldboden, in der Laubstreu oder in der bodennahen Vegetation auf. Feuchtere Standorte wie Auwälder, Gebüschsäume und schattige Hanglagen werden ebenfalls besiedelt. Als Landmolluske ist die Art ganzjährig präsent, bei günstigen feuchten Bedingungen vor allem von Frühjahr bis Herbst (März bis Oktober) aktiv. Bei Trockenheit und Frost zieht sie sich in die Laubstreu zurück.
Besonderheiten
Monachoides incarnatus ernährt sich überwiegend von frischem oder abgestorbenem Pflanzenmaterial und leistet so einen Beitrag zum Abbau organischer Substanz im Wald. Wie viele Landschnecken ist die Art zwittrig und kann sich bei Bedarf selbst befruchten. Eine mögliche Verwechslungsart ist die Gefleckte Schnirkelschnecke (Arianta arbustorum), die jedoch deutlich größer und kontrastreicher gemustert ist. Auch die Genabelte Laubschnecke (Monachoides vicinus) sieht ähnlich aus, hat jedoch einen offeneren Nabel. In Deutschland gilt Monachoides incarnatus als weit verbreitet und ungefährdet.