Garten-Bänderschnecke (Cepaea hortensis)

Cepaea hortensis ist sehr variabel gefärbt

Name

Garten-Bänderschnecke (Cepaea hortensis)

Familie

Helicidae (Schnirkelschnecken)

Körpergröße

Gehäuse bis 20 mm

Merkmale

Das Gehäuse der Garten-Bänderschnecke ist kugelförmig und durch eine auffällige Farbvariabilität gekennzeichnet: Es kann gelb, rosa oder rötlich-braun gefärbt sein und trägt meist ein bis fünf dunkle Spiralbänder, die jedoch auch fehlen oder miteinander verschmelzen können. Das zuverlässigste Bestimmungsmerkmal adulter Tiere ist die helle, weißliche Gehäusemündung (Peristom). Der weiche Körper der Schnecke ist grau bis bräunlich gefärbt.

Lebensraum

Die Garten-Bänderschnecke besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen: Laubwälder, Wiesen, Hecken-Biotope, Gärten und feuchte Gebüschsäume. Sie bevorzugt krautreiche, mäßig feuchte Standorte mit ausreichend Kalkgehalt im Boden, da sie Kalk für den Gehäuseaufbau benötigt. Als Landschnecke ist sie ganzjährig anzutreffen, bei Wärme und Feuchtigkeit jedoch besonders aktiv – vor allem von März bis Oktober. Bei Frost und Trockenheit zieht sie sich in eine Winterruhe zurück.

Besonderheiten

Die Garten-Bänderschnecke ist auch unter den Namen Garten-Schnirkelschnecke und Weißmündige Bänderschnecke bekannt. Ihre extreme Färb- und Bänderungsvariabilität macht sie zu einem klassischen Studienobjekt der Evolutionsbiologie und Populationsgenetik – verschiedene Farbmorphen bieten unterschiedlichen Schutz vor Beutegreifern wie Singdrosseln. Leicht verwechselt wird sie mit der Hain-Bänderschnecke (Cepaea nemoralis), die jedoch eine dunkle, meist schwarzbraune Gehäusemündung besitzt. Beide Arten können gemeinsam vorkommen und hybridisieren gelegentlich. Die Art gilt als häufig und ist in Deutschland nicht gefährdet.