Baumschnecke (Arianta arbustorum)
Name
Baumschnecke (Arianta arbustorum)
Familie
Helicidae (Schnirkelschnecken)
Körpergröße
Gehäusehöhe bis 22 mm, Gehäusebreite bis 28 mm
Merkmale
Die Baumschnecke besitzt ein gerundetes, leicht gedrücktes Gehäuse, das in Färbung und Musterung sehr variabel ist. Typisch sind braune bis rötlich-braune Töne, oft mit einem umlaufenden dunklen Band, das jedoch nicht immer deutlich ausgeprägt ist. Geografische Rassen unterscheiden sich teils erheblich in Farbe und Zeichnung. Ein zuverlässiges Bestimmungsmerkmal ist die helle, meist weißliche Gehäuselippe (Mundrand), die die Art von ähnlichen Schnirkelschnecken abgrenzt. Die Gehäuseoberfläche wirkt fein gerippt und ist im lebenden Zustand oft von einer leichten Behaarung überzogen, die im Alter abgerieben wird.
Lebensraum
Die Baumschnecke bewohnt feuchte bis wechselfeuchte Lebensräume und ist dabei ausgesprochen anpassungsfähig. Man findet sie in Laubwäldern, auf Wiesen und Weiden, entlang von Wassergräben sowie in Hecken-Biotopen. Auch Ufergehölze, Gärten und feuchte Hochlagen werden besiedelt – die Art steigt in den Alpen bis über 2.500 Meter Höhe. Aktiv ist die Baumschnecke vor allem in den feucht-kühlen Monaten von März bis Oktober, bei günstiger Witterung auch ganzjährig in milden Wintern.
Besonderheiten
Die Baumschnecke ernährt sich überwiegend von Blattgewebe lebender und abgestorbener Pflanzen und leistet damit einen Beitrag zum Abbau organischer Substanz. Wie alle Landlungenschnecken ist sie Zwitter, zur Fortpflanzung ist jedoch ein Partner nötig. Die Art gilt als häufig und weit verbreitet in Mittel- und Nordeuropa und ist derzeit nicht gefährdet. In Gebirgslagen können insbesondere alpine Formen beziehungsweise Populationen von Arianta arbustorum auftreten, die sich in Gehäuseform und Größe von Tieflandpopulationen unterscheiden. Die helle Gehäuselippe bleibt dabei ein wichtiges Merkmal für die Bestimmung.