Gemeine Keilfleckschwebfliege (Eristalis pertinax)

Gemeine Keilfleckschwebfliege Eristalis pertinax

Name

Gemeine Keilfleckschwebfliege (Eristalis pertinax)

Familie

Schwebfliegen (Syrphidae)

Körpergröße

11–15 mm

Merkmale

Die Gemeine Keilfleckschwebfliege ist eine mittelgroße Schwebfliege mit einer Körperlänge von 11 bis 15 mm. Wie viele Vertreter der Gattung Eristalis ahmt sie in Färbung und Gestalt eine Honigbiene nach – ein klassisches Beispiel für Batessche Mimikry. Der Körper ist dunkel gefärbt mit gelblichen bis orangefarbenen Zeichnungen auf dem Hinterleib, die keilförmige Flecken bilden. Das zuverlässigste Erkennungsmerkmal gegenüber ähnlichen Arten der Gattung ist die Färbung der Beine: Die Tarsen der Vorderbeine sind bei dieser Art vollständig gelb gefärbt, während sie bei verwandten Arten zumindest teilweise dunkel sind. Die Augen der Männchen stoßen auf der Stirn zusammen, bei Weibchen sind sie getrennt.

Lebensraum

Die Gemeine Keilfleckschwebfliege besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Sie ist an Waldrändern, in Gärten, an Wegrändern und in Wiesen-Biotopen anzutreffen – überall dort, wo ein reiches Blütenangebot vorhanden ist. Die Larven entwickeln sich in schlammigen, nährstoffreichen Gewässern wie Pfützen, Gräben oder Jauchegruben. Die Imagines sind von April bis September aktiv und zählen damit zu den Schwebfliegen mit einer vergleichsweise langen Flugzeit.

Besonderheiten

Als Blütenbesucher ernähren sich die Imagines von Pollen und Nektar und leisten dabei einen wertvollen Beitrag zur Bestäubung von Wildpflanzen und Kulturpflanzen. Die Larven besitzen ein langes, atemrohrartiges Schwanzende, das ihnen das Atmen in sauerstoffarmen, schlammigen Gewässern ermöglicht – weshalb Schwebfliegenlarven dieser Gruppe auch als Rattenschwanzlarven bezeichnet werden. Die Bestimmung innerhalb der artenreichen Gattung ist anspruchsvoll; die gelben Vordertarsen sind das wichtigste Merkmal zur sicheren Abgrenzung von ähnlichen Arten. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und häufig, gilt als ungefährdet und profitiert von blütenreichen, strukturreichen Landschaften.