Gelbbindige Schnake (Nephrotoma crocata)

Gelbbindige Schnake Nephrotoma crocata

Name

Gelbbindige Schnake (Nephrotoma crocata)

Familie

Tipulidae (Schnaken)

Körpergröße

Körperlänge 14–22 mm

Merkmale

Die Gelbbindige Schnake ist eine auffällig gefärbte, mittelgroße Schnake. Charakteristisch ist der gelbe, orange oder rötlich gefärbte Fleck auf dem Kopf sowie der markant gemusterte Hinterleib mit gelb-schwarzer Bänderung, die der Art ihren deutschen Namen verleiht. Wie alle Schnaken besitzt sie sehr lange, zarte Beine und schmale Flügel. Die Weibchen sind in der Regel etwas größer als die Männchen und tragen am Hinterleibsende einen deutlich sichtbaren Legeapparat, den sogenannten Ovipositor.

Lebensraum

Die Art bewohnt eine Vielzahl von Lebensräumen: Hecken-Biotope, Waldränder, Sandgruben und Gärten zählen zu ihren bevorzugten Aufenthaltsorten. Wichtig ist dabei eine lockere, grabbare Bodenstruktur, da die Weibchen ihre Eier einzeln in die Erde stechen. Besonders häufig ist die Art dort anzutreffen, wo Gräser und krautige Pflanzen wachsen, da deren Wurzeln als Larvennahrung dienen. Die Erscheinungszeit der Imagines erstreckt sich von April bis Oktober.

Besonderheiten

Nach der Paarung setzt das Weibchen mithilfe seines Legebohrs (Ovipositor) die Eier einzeln im Boden ab. Die im Boden lebenden Larven, auch Engerlinge-ähnliche Wiesenschnaken-Larven genannt, ernähren sich vorwiegend von Pflanzenwurzeln, bevorzugt von Gräsern, und können in Rasenflächen oder landwirtschaftlichen Kulturen gelegentlich als Schädlinge auftreten. Verwechslungen sind mit anderen Nephrotoma-Arten möglich, die ebenfalls gelb-schwarz gemustert sind und ähnliche Lebensräume besiedeln. Eine genaue Bestimmung erfordert oft die Betrachtung der Genitalstrukturen.