Ackerrand-Grasbüscheleule (Apamea sordens)
Name
Ackerrand-Grasbüscheleule (Apamea sordens)
Familie
Eulenfalter (Noctuidae)
Körpergröße
Spannweite 36–42 mm
Merkmale
Die Ackerrand-Grasbüscheleule ist ein mittelgroßer Eulenfalter mit einer Flügelspannweite von 36 bis 42 mm. Die Vorderflügel zeigen die für viele Apamea-Arten typische graubraune bis ockerfarbene Grundfärbung mit charakteristischen hellen und dunklen Querlinien sowie einem deutlich ausgeprägten Nierenmakel und Ringmakel. Die Hinterflügel sind heller, meist weißlich-grau mit dunkler Äderung. Die Unterseite der Flügel ist blasser gefärbt. Insgesamt wirkt das Tier unauffällig und gut getarnt, was typisch für nachtaktive Eulenfalter ist.
Lebensraum
Die Art besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen: Halbtrockenrasen, Waldränder, Wiesen-Biotope, Ruderalflächen und Gärten zählen ebenso dazu wie früher auch unbehandelte Getreidefelder, auf denen die Art einst häufig anzutreffen war. Entscheidend ist das Vorhandensein von Gräsern, insbesondere der Gemeinen Quecke, da diese als bevorzugte Raupenfutterpflanze dient. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis Juli, wobei die nachtaktiven Falter häufig an Lichtquellen beobachtet werden können.
Besonderheiten
Die Raupen der Ackerrand-Grasbüscheleule ernähren sich von Samen und Halmen verschiedener Gräser, wobei die Gemeine Quecke bevorzugt wird. Früher war die Art auf unbehandelten Getreidefeldern weit verbreitet; der intensive Einsatz von Herbiziden und veränderte Anbaumethoden haben ihren Lebensraum dort stark eingeschränkt. Innerhalb der artenreichen Gattung Apamea gibt es mehrere ähnlich gefärbte Arten, was eine sichere Bestimmung im Feld erschweren kann – eine genaue Betrachtung der Flügelzeichnung ist daher empfehlenswert. Die Art gilt in Mitteleuropa als mäßig häufig, zeigt jedoch regional deutliche Bestandsrückgänge, die vermutlich mit dem Verlust extensiv bewirtschafteter Agrarflächen zusammenhängen.